Tennisclub TC Mühlhausen 1975 e.V.  
Tennisanlage beim Waldparkstadion  
Clubhaus-Telefon: 06222 61213  
Postfach 2131 - 69240 Mühlhausen  

Sportanlagen des Tennisclubs



Der Stolz eines jeden Vereines war in der Vergangenheit stets, auf dem eigenen Sportgelände oder Räumlichkeit seinen Sport oder Proben ausüben zu können.

Dieser Wunsch keimte auch bei den Mitgliedern des jungen Vereins recht bald auf. Ein eigenes Gelände war nicht vorhanden. Also wandte sich der damalige erste Vorsitzende Manfred Scheffner an die Gemeinde Mühlhausen um Überlassung eines solchen. Noch unter Bürgermeister Philipp-Ernst Kretz Amtszeit wurde nach einem geeigneten Standort gesucht. Dies erwies sich insbesonders wegen der topografischen Verhältnisse als problematisch. Viele Varianten wurden eruiert. Schließlich erkannten alle Verantwortlichen die jetzige Anlage als den besten Standort.

Bei Bürgermeister Richard Schneider fand der Vereins ebenfalls ein offenes 0hr. Allerdings waren einige Hürden zu überwinden, bis die notwendigen Genehmigungen vorlagen.

So fasste der Gemeinderat erfreulicherweise recht kurzfristig den Beschluss, dem Tennisclub eine Waldfläche von rd. 0,50 ha westlich neben dem Waldparkstadion im Wege des Erbpachtes zu überlassen. Da Bäume gerodet werden mussten, bedurfte es zum weiteren noch der Zustimmung der Forstbehörden Wiesloch und Karlsruhe. Zur Finanzierung der über 100.000,00 DM Investitionskosten war der Verein neben Bankdarelehn auf die notwendigen und auch gewährten Zuschüsse durch die Gemeinde und des Sportbundes angewiesen.

Im Frühjahr 1976 war es dann soweit. Mit dem Bau der Tennisanlage konnte begonnen werden. Bis allerdings das erste Spiel auf einem der drei Plätze möglich war, hatten die damaligen Mitglieder viele Stunden ihrer Freizeit zu opfern und Hand anzulegen. Sollten die Fremdkosten für Firmenarbeit soweit als möglich eingespart werden. Nach 1/4 jähriger Bauzeit war das Werk unter der Bauleitung von Architekt und Vereinsmitglied Valentin Reiß in recht kurzer Zeit vollendet.

Im Juni 1976 eröffnete der 1. Vorsitzende Manfred Scheffner die neue Tennisanlage mit den 3 Plätzen für den Spielbetrieb, die offizielle Einweihung folgte.

Eine Sportplatzanlage ohne ein Clubhaus in dem man sich nach dem Spiel säubern und dem geselligen Beisammensein hingeben kann ist auf Dauer nicht denkbar. Recht bald kamen die Mitglieder des Vereins zu dieser Feststellung. In der Generalversammlung wurde deshalb der Bau eines Clubhauses beschlossen. Bereits zum Jahresende 1976 konnte das Vereinsmitglied und Architekt 0tto Bacher die fertigen Baupläne der Vorstandschaft präsentieren.

Dem Wunsch der Mitglieder wurde dann im September 1978 mit dem Bau des Clubhauses begonnen und das Vorhaben somit recht kurzfristig in die Tat umgesetzt. Bereits am 9.6.1979 feierten die Helfer ausgiebig das traditionelle Richtfest.

Nur durch das enorme Engagement jedes Einzelnen war die Schaffung dieses Baukörper erst möglich gewesen. Durch Versammlungsbeschluss musste jedes aktive Mitglieder im Jahre 1979 20 Arbeitsstunden ableisten. Stellvertretend für alle Helfer seien hier die Mitglieder Roland Brecht, Karl-Heinz Dumbeck genannt. Sie waren hauptsächlich die "Motoren" bei den handwerklichen Leistungen Vorort.

Bewusst war die eingeschossige Flachbauweise gewählt worden, welche sich harmonisch in Waldverbund einfügt. Diese zweckmäßige Architektur hat sich bis in heutiger Zeit bewährt. Die Gesamtkosten des Clubhauses betrugen 100.142,00 DM. Hierzu erhielt Vereins ebenfalls öffentliche Zuwendungen um die Fremdfinanzierung mit Darlehen zu reduzieren.

Hatten die Verantwortlichen des Vereins gehofft, der Verein könne nun eine mehrjährige Ruhephase durchlaufen, so wurden sie eines besseren belehrt. Mit dem eintretenden Boom im Tennissport erhöhte sich auch die Mitgliederzahl. Die zunehmende Zahl von Jugend- und Erwachsenenmannschaften sowie der steigende Interesse am Tennisfreizeitsport verlangten nach einem größeren Platzangebot. Der Verein sah sich deshalb verpflichtet, 1984 einen 4. Platz anzulegen. Ca. 50.000,00 DM mussten erbracht werden. Diese Forderung der Mitglieder setzte sich ca. 3 Jahr später fort, nachdem wiederum ein Engpass am Platzangebot zu verzeichnen war.

Im Jahre 1990 wurden deshalb dann die Plätze 5 und 6 mit einem Kostenaufwand von ca. 100.000,00 verwirklicht. Zu diesem Zeitpunkt war der Verein dann recht hoch verschuldet. Dank des enorm hohen Mitgliederzuwachses konnte der Schuldenberg abgebaut werden. Für kurze Zeit dachten Verantwortlichen über die Schaffung eines 7. Platzes nach. Es wurde dann doch eine gewisse Zurückhaltung geübt, was sich im Nachhinein als vernünftige Entscheidung erweisen sollte.

Viel wichtiger für den Verein war vor 2 Jahren der Anbau einer kleinen Lagerstätte und die Sanierung de Clubhauses im Wirtschaftsraum gewesen. Die Vereinsführung hatte sich zu diesem Schritt entschieden und diesen baulichen Aktivitäten mehr Gewicht beigemessen.

In der Hochfase des Tennisgeschehens, als Boris und Steffi einen Sieg nach dem anderen errangen, zeigten sich fasst in jeder Kommune neue Tennishallen, teils vereinseigen, teils kommerziell. Zu diesem Zeitpunkt wollten sich auch einige Spieler des Vereins dieser Entwicklung nicht verschließen und hätten gerne auch in Mühlhausen eine Tennishalle neben der Freianlage gesehen. Dieses Vorhaben scheiterte aber primär an der Finanzierung bzw. am Fehlen eines potenziellen Investors. Die Vereinsführung sah sich jedenfalls außerstande eine solche Maßnahme personell wie finanziell zu begleiten. Zu diesem Ergebnis kamen die Mitglieder in einer außerordentlichen Versammlung am 10.07.1991.

Die Tennisanlage mit Clubhaus verlangt eine ständige Betreuung. Diese ist gewährleistet, weshalb sie für die Vereinsmitglieder stets als willkommenes Kommunikationszentrum angenommen wird.

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